Donnerstag, 5. November 2009

Heilpflanzen für Tiere

Die Heilpflanzentherapie basiert auf einer jahrhundert Jahre alten Erfahrung in der Anwendung. Trotz der Vielzahl an anderen Naturheilmitteln spielt sie immer noch eine große Rolle.

Heilpflanzen oder –kräuter können prophylaktisch zur Unterstützung gegeben werden oder bei der Behandlung von Krankheiten mit eingesetzt werden. Diese Therapieform ist auch neben der „Schulmedizin“ einsetzbar. Sie ist eine kostengünstige Variante zur Unterstützung der Tiere.


Es gibt Nebenwirkungen, die sehr schädlich für bestimmte Tiere sein können. Heilpflanzen die beim Menschen eingesetzt werden, können bei Tieren eventuell Vergiftungen verursachen. Eine Liste mit allen Informationen finden Sie unter http://www.vetpharm.unizh.ch/.


Man kann die Pflanzen selbst sammeln, da viele der Pflanzen bei uns wachsen. In Apotheken, Kräuterhäusern oder im Internet kann man diese aber auch bestellen.

Auf jeden Fall ist es wichtig am Anfang ein Buch zu lesen oder ein Seminar zu besuchen, um Pflanzen richtig bestimmen zu können.


Pflanzenanteile

Die Wurzeln, der Spross und die Blätter dienen der Ernährung der Pflanze, Blüten und Früchte der Fortpflanzung. Die Wurzel ist unter der Erde und Spross, Blätter, Blüten und Früchte in der Regel über der Erde. Es gibt aber auch Sprossen, die unter der Erde sind wie bei Zwiebel oder Kartoffel. Unter der Erde heißen die Pflanzenanteile Knolle und über der Erde Stengel oder Stamm.Die einzelnen Bestandteile werden je nach Pflanze und Inhaltsstoffen eingesetzt. Die Wirksamkeit der Bestandteile bzw. Inhaltsstoffe entsteht je nach Standort, Pflanze und Wachstum, bzw. Jahreszeit.


Inhaltsstoffe

Hier sind die wichtigsten Inhaltsstoffe aufgelistet.
- Alkaloide

Alkaloide sind Heilgifte, d.h. sehr stark wirkende Stoffe, z.B. Atropin der Tollkirsche, Morphin des Schlafmohns oder Colchizin der Herbstzeitlosen.


- Bitterstoffe

Es gibt dabei noch eine Unterteilung in Reine Bittermittel, Bittermittel mit ätherischem Öl und Bittermittel, die Scharfstoffe enthalten.


- Ätherische Öle

Sie riechen stark und fast immer angenehm. Aber Achtung von Katzen werden sie oft nicht vertragen.


- Flavonide

- Gerbstoffe

- Glykoside

- Kieselsäure

- Saponine

- Schleimstoffe

- Vitamine, Mineralien und Spurenelemente


Sammeln von Heilpflanzen

Die Erhaltung und Schonung der Natur ist das Hauptanliegen eines Heilpflanzensammlers. Nur Pflanzen, die man sicher kennt, sollten gesammelt werden und man sollte immer einen Teil stehen lassen. Heilpflanzen haben ihre höchste Wirksamkeit zu bestimmten Zeiten im Jahr. Sie sollten bevorzugt am Vormittag gesammelt werden. Wichtig ist vor dem Sammeln die genaue Bestimmung der Pflanze zu kennen und welche Anteile benötigt werden.Einige Pflanzen sind aber geschützt und dürfen nicht gesammelt werden. Diese können nur über den Handel bezogen werden.


Bearbeitung und Aufbewahrung

Die Pflanzen werden direkt nach dem Sammeln getrocknet. Die Pflanzen dürfen in der Trocknungszeit nicht nass werden, deshalb einen geeigneten Trocknungsplatz wählen, teilweise dürfen die Pflanzen nicht in der Sonne getrocknet werden, da sie sonst ihre Farbstoffe verlieren. Nach der Trocknungszeit müssen die Pflanzen auch weiter trocken gelagert werden. Die getrockneten Pflanzenteile werden je nach Pflanze in dunklen Gläsern, Papiertüten oder Blechdosen (gut beschriftet) aufbewahrt. Die Aufbewahrungszeit solle nicht länger als ein Jahr sein, solange behalten die Pflanzen ihre Wirksamkeit.


Zubereitung und Verabreichung

Je nach Tierart und Einsatz gibt es unterschiedliche Zubereitungen der Heilpflanzen- Tee – Aufguss- Abkochung- Kaltauszug- Tinktur- Kompresse- Creme- Aufgussöl- Salbe- Alkoholischer Auszug- Emulsion- Dampfbad- Massageöl. Nicht jedes Tier lässt auch jede Verabreichung zu, es wichtig herauszufinden welche Verabreichungsart ich bei meinem Tier einsetzen kann.Weiterhin gibt es Giftpflanzen die auf keinen Fall bei Tieren eingesetzt werden sollten.Unter http://www.gesunde-katzen.de können Sie eine Heilkräuter CD mit mehr Informationen abrufen. Weitere Informationen finden Sie auch in Büchern unter http://astore.amazon.de/gesundekatzen-21

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